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Es gibt in jedem Schuljahr immer wieder Schülerinnen und Schüler des St.-
Franziska Benning -
Hallo!
Schön, dass du dich auf diese Seite verirrt hast.
Ich bin Franziska und gehe für ein Jahr als Austauschschülerin nach Thailand. Hier findet ihr nun ab Mitte August spannende Geschichten über meinen Alltag im Land des Lächelns.
Am besten wird es sein, wenn ich mich kurz vorstelle. Im Moment wohne ich noch in Bocholt und gehe in unsere 10. Klasse. In meiner Freizeit spiele ich Oboe und Klavier, gehe zu den Pfadfindern oder unternehme was mit Freunden.
Wie aber bin ich darauf gekommen ein Auslandsjahr zu machen?
Nun, dass weiß ich gar nicht mehr so genau. Fest stand für mich schon sehr lange, dass ich ein Jahr ins Ausland möchte. Vor einem Jahr ist dann ein Freund mit Rotary nach Taiwan gegangen. Er hatte mir vorgeschlagen, mich doch auch bei Rotary zu bewerben, und so habe ich dann meine Organisation gefunden.
Aber warum ausgerechnet Thailand? Warum nicht die USA oder irgendein anderes Land ?
Bei Rotary darf man drei Länderwünsche angeben. Also kam ich dann über Argentinien und Japan nach Indien. Mir war es von Anfang an egal, wohin es geht, wichtig ist für mich nur, dass ich ein Jahr lang etwas Neues kennen lerne: eine neue Kultur, neue Menschen und einfach eine neue Umgebung um mich herum habe.
Während der Auswahlgespräche wurde ich dann gefragt, ob ich nicht auch nach Thailand gehen möchte. Spontan habe ich ja gesagt und bereue bis jetzt kein bisschen.
Nun wünsche ich euch viel Spaß auf meiner Seite !
Eure Franziska
Meine ersten 3 Monate in Thailand
3 Monate, es hört sich nach einer sehr langen Zeit an, aber es kommt mir vor, als wäre mein Flug erst gestern gewesen. Die Zeit vergeht sehr schnell und ich weiß manchmal nicht wo diese 3 Monate geblieben sind. Am Anfang ist immer der Flug, der mehr, oder weniger lang, interessant, aufregend, oder ermüdend ist. Mein Flug war alles davon. Lang, weil ich aufgeregt war, und am liebsten schon dort gewesen wäre, interessant, weil ich mit 13 Austauschschülern geflogen bin, aufregend, weil es mein erster Langstrecken Flug war, und ermüdend, weil 11 Stunden Flug doch auch anstrengend sein können. Meine Ankunft in Bangkok am Flughafen war Asiatisch, viele kleine Menschen, mit unheimlich vielen kleinen Kameras, die alle einzeln ein Bild mit den Deutschen Austauschschülern machen möchten. Es war meine Gastmutter, und mein Gastvater da um mich abzuholen, und ein Mädchen aus meiner Thai Schule, mit der ich vor dem Abflug schon viel Email Kontakt hatte, außerdem war noch meine dritte Gastfamilie da, Rotex aus meinem District (3350) und noch viele andere kleine Menschen, die ich in der kurzen Zeit gar nicht identifizieren konnte. Anschließend ging es mit der Lynn, dem Mädchen aus meiner Schule, zu einer Freundin von ihr. Auf dem Weg dorthin habe ich direkt bemerkt, was meine erste Investition sein würde: ein Handy. Jeder Thai telefoniert ständig und immer. Wenn grade nicht telefoniert wird, kann man davon ausgehen, dass die Thais auf den nächsten anruf warten, oder am SMS schreiben sind. Also bin ich mit Lynn und Peach ab in die nächste Shoppingmall gefahren, wo mir dann fast die Augen aus dem Kopf gefallen wären. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Reizüberflutung. Handy gekauft, und schnell wieder raus. Abends gab es dann das erste Thai Essen für mich, sehr lecker, und sehr scharf. Ich habe gelernt, dass man niemals auf Thais hören sollte was Schärfegrade angeht, wenn ein Thai von „ phet nit noi“ ( nur ein bisschen scharf) spricht, brennen bei uns Europäern schon die Zungen. Dann haben mich meine Gasteltern abgeholt, und wir sind zu meinem neuen Zuhause gefahren ( einem sehr witzigen Haus, gelb, grüne Fensterläden, pinke Türen, es erinnert mich immer an die Villa Kunterbunt). Nachts durch Bangkok fahren ist etwas was ich hier liebe. Einfach nur aus dem Fenster gucken, die ganzen Lichter einer so großen Millionenstadt zu bewundern, man fühlt sich auf einmal sehr sehr klein.
Am nächsten Tag bin ich mit meiner Gastfamilie zum Strand gefahren, wo wir meine dritte Gastfamilie getroffen haben mit Emma aus den USA. Der Strand in Thailand ist wunderschön, traumhaft. Im März geht es auf eine Reise durch den Süden Thailands, darauf freue ich mich schon sehr.
Mein Erster Schultag war etwas, was ich niemals wieder vergessen werde. Morgens kam ich mit meiner Gastmutter in die Schule ( meine Gastmutter ist Lehrerin an meiner Schule ) und dort wurde mir gesagt, dass mir während des Morgenappells eine Blume vom Schulleiter übergeben wird, zur Begrüßung ( Morgenappell : alle Schüler, insgesamt um die 4000, versammeln sich auf dem Schulhof, singen die Nationalhymne, hören sich eine Rede vom Schulleiter an, in der es immer darum geht, dass die Schüler mehr lernen sollen, damit die Familie, und der König, und damit das ganze Land stolz auf sie sein können). Also stand ich dann dort vor 4000 Schülern, und nachdem ich meine Blume bekommen habe, wollte ich auch eigentlich wieder ganz schnell gehen, aber auf einmal hatte ich das Mikrophon in der Hand, und der Schulleiter meinte ich sollte mich doch eben vorstellen. Schock zustand. Gleichzeitig haben alle Schüler ihre Handys gezückt um Videos und Fotos von mir zu machen, wie man es von den Asiaten erwartet. Ich hab es dann noch ganz gut gemeistert. Ich bin das einzige blonde Mädchen und die einzige Austauschschülerin an meiner ganzen Schule. Auf den Gängen werde ich immer noch jedes Mal interessiert gemustert und bekomme Sachen wie I love you hinterher geschrien. Westler sind im Thailändischen Farang. Meine Lehrer nennen mich auch manchmal so, oder andere Schüler die mich nicht kennen. Guck mal, da ist der Farang. Sie meinen es nicht böse, aber ich habe mich ja mit meinem Deutschen und mit meinem Thai Namen vor der Schule vorgestellt, da sollte man eigentlich davon ausgehen dass man auch beim Namen genannt wird. Schule ist ganz anders als in Deutschland. Das hängt mit der Lerneinstellung und auch mit der Kultur hier zusammen. Eine typische Unterrichtsstunde sieht so aus, dass der Lehrer vor der Tafel steht und mit durch sein Mikrophon den Schülern etwas erzählt. Die Schüler schreiben mit, oder schlafen. Ein kulturelles Problem ist, dass die Schüler nicht nachfragen können wenn sie etwas nicht verstehen. Es ist die Schuld des Lehrers , weil er nicht gut genug erklärt hat, wenn die Schüler etwas nicht verstehen, und wenn jemand etwas fragen würde, würde der Lehrer ja vor der Klasse sein „ Gesicht verlieren“. So holen sich die Schüler in der Schule nur die Materialien und den Stoff ab, den sie nach der Schule in Extra Lessons nachholen dürfen. Das ist hier ein Problem für mich, weil ich mich so nie mit den Leuten aus der Schule treffen kann, und so entwickeln sich leider bis jetzt auch noch keine richtigen Freundschaften innerhalb der Schule mit den „ normalen Thais“ , mit denen , die selbst ein Jahr im Ausland waren, habe ich sehr guten Kontakt, und kann auch schon sagen, dass zwei davon immer für mich da sind, Austauschschüler verstehen sich eben untereinander. In dieser Gesellschaft wird den Schülern eingebläut, dass nichts anderes zählt als lernen für die Schule, damit man später einen guten Job bekommt, die Persönlichkeitsweiterbildung und Eigenständigkeit bleibt weit gehend auf der Strecke. In einer Englisch Stunde musste jeder seinen Traumberuf vorstellen, ungefähr jeder Junge möchte Ingenieur werden und jedes Mädchen Doktor mit der Begründung: You can earn a lot of money. Ich habe mal ein Mädchen gefragt, warum sie Doktor werden möchte, außer des Geldes wegen, es gibt keine andere Begründung. Ihre Eltern hätten dass für sie entschieden. Auf der einen Seite ist Geld hier unheimlich wichtig, aber andererseits auch wieder nicht. Eines meiner bis jetzt prägendsten Erlebnisse hatte ich während meiner ersten Woche auf einem Fischmarkt am Meer. Thailand-
Ein Wort was Thailand und vor allem Bangkok beschreibt ist faszinierend. Bangkok ist Chaos, ein Chaos was ich liebe. Ohne den täglichen Stau wäre es nicht das gleiche. Traditionell und gleichzeitig hochmodern ist Bangkok, vor jeder noch so modernen Shoppingmall steht ein traditionelles Geisterhaus, um die Geister zu besänftigen, weil man ja ihren Boden bebaut hat. Hochmodern ist auch der Sky Train, Bts , ein Zug der über den Straßen der Stadt fährt, und sich durch den Hochhausdschungel schlängelt. Ich schaue auch nach 3 Monaten immer noch begeistert aus dem Fenster, damit ich auch ja nichts verpasse.
Meine besten Freunde habe ich bei unserer Austauschschüler Gruppe von Rotary hier gefunden. Wir sind sowas wie eine Familie, sehen uns so gut wie jedes Wochenende, und alle haben wir die gleichen Probleme, Freunde in der Schule zu finden, und die Sprache zu lernen. Mit dem Lernen der Sprache sind wir auf uns allein gestellt. Ich hatte erwartet, dass wir so etwas wie Sprachunterricht bekommen, aber sowas wird hier von den Rotariern nicht unterstützt und auch nicht von der Schule. Sich eine Sprache ganz alleine beizubringen ist grade bei einer Sprache wie Thai so gut wie unmöglich, und man erzielt nur sehr langsam Fortschritte. Man hat uns in der Vorbereitung mit Rotex gesagt, dass man die Sprache des Landes nach 3 Monaten kann, oder zu mindestens einen Großteil versteht. Das ist mit Thai anders. Niemand der nach Thailand zum Austausch kommt, sollte erwarten nach 3 Monaten sprechen zu können. Als Erschwerung kommt noch das komplett andere Alphabeth dazu, und dass jedes Wort, je nachdem wie hoch oder tief man es ausspricht, 5 Bedeutungen hat, was ziemlich peinlich werden kann. Ich wollte einer Lehrerin einmal von einem Wochenende e rzählen, wo ich auf einem Wasserbüffel geritten bin, das Thai Wort für Büffel ist kwai, eine Nuance zu hoch ausgesprochen ist es ein furchtbares Schimpfwort, musste ich feststellen. Zum Glück hat es die Lehrerin mit Humor genommen.
Was ich hier schon alles erlebt habe ist ungaublich. Dieses Jahr in Thailand ist mit nichts zu vergleichen, es ist ein Abenteuer. Ich habe nicht so etwas wie einen Alltag, ich werde immer wieder zu verschiedenen Projekten und Ausflügen mitgenommen. Ich war in einem Kinderheim, kleine Kinder in Englisch unterrichten, was mir viel Spaß gemacht hat, und mich menschlich weitergebracht hat. Ich war in einem Thai Dorf, Landleben erleben, wo es auch schon mal passieren kann, dass wenn man die Fenster nicht hochmacht, ein Elefantenrüssel reinschaut und einem das geliebte Eis aus der Hand klaut. Ich habe das Thai Fest Loy Krathong zu Ehren von Mutter Fluss miterlebt, und es war wunderschön. Ich war bei einer Charity Veranstaltung im Haus des Südafrikanischen Botschafters. Selbst das Essen ist ein Abenteuer, am besten man fragt erst hinterher was man denn da jetzt genau gegessen hat. Auch Rotary Meetings sind jedes Mal ein Highlight, ich gehe jede Woche hin, treffe mich dort mit den zwei anderen Austauschschülern, Emma aus den USA und Erick aus Mexiko. Zuerst essen wir mit allen Rotariern, dann gehen wir in die gegenüberliegende Shoppingmall und lassen die Rotarier ihre Liste der zu besprechenden Themen abarbeiten, und am Schluss singen wir dann alle zusammen Karaoke, oder sitzen noch ein bisschen beisammen und lernen Thai während wir uns mit den Mitgliedern des Clubs unterhalten. So kann ein Meeting sehr leicht von halb sieben bis halb zwölf gehen.
Ende November wechsele ich auch schon das erste Mal meine Gastfamilie und bin schon ein bisschen traurig weil die erste so nett war, aber auch gespannt auf die neue, und auf die Zeit die mich jetzt noch erwartet. Ich bin sehr glücklich hier, kleine Probleme machen das Jahr nur interessant, und es gibt nichts hier, was sich nicht mit ein wenig Ehrgeiz und Fleiß lösen lassen würde. Ich bin froh, dass ich hier gelandet bin, wenn auch auf Umwegen. Wer das außergewöhnliche sucht, und einfach mal etwas ganz anderes erleben möchte als Zuhause, sollte nach Thailand kommen, es ist nicht immer ganz einfach, aber meistern tun wir es alle. Thailand – ein Land das mich zum lächeln bringt!

Sophia Kampshoff -
Ich besuche die 10. Klasse und werde mein 11. Schuljahr in den USA verbringen. Auf diese aufregende Idee bin ich durch einen Freund gekommen, der ein Auslandsjahr in den USA gemacht hat.
Zusammen mit meiner Freundin, die voraussichtlich nach Thailand reist, habe ich mich bei verschiedenen Organisationen erkundigt und mich letztendlich für EF (Education First) entschieden. Mein Ziel USA stand sehr schnell fest, da es ein englischsprachiges Land ist und zudem die geringsten Programmkosten hat. Beworben habe ich mich schon zu Beginn des 10. Schuljahres.
Das Verfahren ist recht langwierig. Man hat sehr viele Informationen anzugeben und muss zusätzlich zu einem Auswahlgespräch, welches von ehemaligen Teilnehmern durchgeführt wird. Danach bekommt man einen Bescheid, ob man angenommen wurde und die Daten und Informationen werden in die USA geschickt, wo EF-
Meine Familie wohnt in Rockford, Illinois und ich habe vier Gastgeschwister. Rockford ist eine Stadt mit etwa 150 000 Einwohnern, ca. 1.5 Autostunden von Chicago entfernt. Das Wetter dort ist ähnlich wie hier in Deutschland. Im Winter ist es kalt, im Sommer ist es warm.
Zusammen mit meiner 14-
Wie ich meine Freizeit verbringen werde, weiß ich noch nicht. Da werde ich mich meinen amerikanischen Mitschülern anpassen und mit ihnen jede Menge Spaß haben.
Ich freue mich schon sehr auf mein Auslandsjahr und kann es kaum erwarten.
Sophia
