Ziele - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Ziele

SCHULPROFIL > Compassion

Ziele des Sozialen Praktikums

Christl. Glaube = Dienst am Nächsten
Christl. Schule muss deshalb Bereitschaft zum sozialen Engagement wecken und fördern
Projekt = Hilfe zur Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung
Durch Einblick in:

  • Lebensumstände ganz junger, alter, kranker, behinderter oder in Not befindlicher Menschen

  • andere Arbeitsanforderungen und Leistungsnotwendigkeiten

  • die Bedeutung selbstständigen Handelns


Schwerpunkt des Projektes ist die Begegnung mit dem Menschen in der / den:

  • Direktheit der Kinder in Zorn und Freude

  • Gefühlen und Gesprächsbedürfnis alter Menschen

  • Offenheit und Fröhlichkeit behinderter Menschen

  • Sorgen und Ängste kranker Menschen


Und im Blick auf sich selbst:
Gewinn von sozialer Kompetenz durch:

  • Abbau von Unsicherheit und Ängsten

  • Gewinn von Selbstbewusstsein

  • Einübung von Teamarbeit

  • Austragen und Lösen von Konflikten

  • Kommunizieren und zuhören können


Erwerb emotionaler Qualifikationen durch:

  • Abbau von Unsicherheit und Ängsten

  • Gewinn von Selbstbewusstsein

  • Sich in die Gefühle anderer versetzen können

  • emotionale Unterstützung geben zu können


Wichtig ist, dass die Schüler die Herausforderung des Projektes begreifen und annehmen
= Bereitschaft, etwas zu wagen!


Erweiterte Zielbestimmung des sozialen Praktikums

Christlicher Glaube umfasst wesenhaft auch den Dienst am Nächsten; ohne diesen Dienst zu üben, wird den Schülern eine wichtige Dimension unseres Glaubens vorenthalten. Das Evangelium fordert uns zur ‘Mitleidenschaftlichkeit’ auf, so Prof. Metz. Es kann im Religiösen nicht um eine bloße Innerlichkeit gehen, die nur mich betrifft, sondern christlicher Glaube verweist direkt auf den Mitmenschen, fordert mich zu offenen Augen und Ohren für deren Anliegen auf, so wie Jesus das selbst getan hat. Dieses ‘Menschsein für andere’ (so der Philosoph Hans Jonas) kann aber nicht theoretisch vermittelt werden, sondern es braucht unbedingt die Praxis.
Eine christliche Schule muss daher unter ihren Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft zum sozialen Engagement nicht nur wecken und fördern, sondern auch die Gelegenheit zur Erfahrung geben.

Fachleute sagen uns, die alte Pflichtmoral verliere an Bedeutung, an ihre Stelle trete eine ‘Selbstentfaltungsmoral’, die eine ‘autozentrische Mentalität’ ausbilde. D.h. es würden zunächst die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt und soziale Regeln nur soweit akzeptiert, wie sie diesen Bedürfnissen entsprächen. Ein Stichwort wie „Ellenbogenmentalität“ beschreibt den Wandel gröber, vielleicht aber auch deutlicher.
Dieser Wertewandel wird von der Soziologie als eine der Grundtatsachen modernen Lebens aufgefasst; er ist also eine Realität, der Sie sich in der Familie und wir uns in der Schule stellen müssen. Erzieherisch heißt dies, zu sozialer Sensibilität beizutragen und dadurch soziale Verantwortung in unserer Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Daher bieten wir in klasse 10 im nun bereits 26. Jahr ein dreiwöchiges soziales Praktikum in Einrichtungen verschiedenster Art an. Darin können ihre Kinder:

1. je nach Wahl einen Einblick in die Lebensumstände junger, alter, kranker, gefährdeter oder behinderter Menschen bekommen. Diese Lebenssituationen sind in Familien oft nicht mehr vorzufinden, die Auseinandersetzung mit ihnen ist für die Gewinnung eines vollständigen Bildes vom Menschen jedoch von großer Bedeutung.

2. außerhalb der Schule die Beziehung von Arbeitsanforderungen und Leistungsnotwendigkeit erleben und sich dabei anders als in der Schule erfahren.

3. in der Praxis erleben, wie der Einsatz für andere Menschen zu einem sinnvollen und zufriedenen Leben beitragen kann

4. Selbständigkeit durch die notwendige Eigenverantwortung für die Wahl der Stelle und die Übernahme von Verantwortlichkeit in der Aufgabe einüben; durch eine neue Tätigkeit neue Einblicke in die eigene Persönlichkeit bekommen und dadurch sich selbst besser kennen lernen.

Schwerpunkt unseres Projektes ist also die Begegnung mit dem Menschen: sei es die Direktheit der Kinder in Zorn und Freude und der Einblick in ihre Entwicklung und die dafür notwendigen Voraussetzungen; seien es die Gefühle und das Gesprächsbedürfnis kranker und alter Menschen oder das Erleben der Offenheit und Fröhlichkeit, die behinderte Menschen auszeichnet.

Unsicherheiten, Ängste und Ekelgefühle können abgebaut werden, Selbstbewusstsein kann gewonnen werden, Konflikte ausgehalten und geschlichtet werden, Dankbarkeit für die eigene Gesundheit und Zukunftsorientierung gewonnen werden, der Wert des Lebens bewusst werden, die Bedeutung eines erzieherischen Vorbildes erkannt werden, Einblick in Erziehungsnotwendigkeiten und andere Erziehungsstile genommen werden, Randgruppen unserer Gesellschaft in den Blick genommen werden, die Basis für Solidarität kann gelegt werden, damit aus Scheu und unreflektiertem Mitleid das bewusste Menschsein für andere erwachsen kann.

Zusätzlich können in den sozialen Arbeitsfeldern wichtige berufliche Erfahrungen gemacht werden:
die Praxis von Teamarbeit – mit anderen kommunizieren zu müssen – die Notwendigkeit von Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit – der Ablauf und die Erfahrung eines langen Arbeitstages – die Aufgabe, Erwartungen der „Betreuten“ und der Fachkräfte mit den eigenen Möglichkeiten in Einklang zu bringen – Konflikte lösen zu müssen – sich tlw. selbst die Aufgaben suchen zu müssen und nicht auf Anweisungen zu warten – Arbeiten zu bewältigen, die einen geringen oder keinen Spaßfaktor haben.
Kurz: es werden soziale Kompetenzen und emotionale Qualifikationen eingeübt, die für ein Berufsleben ebenfalls eminent wichtig sind.

Deshalb bitten wir Sie herzlich, Ihren Kindern Mut zu machen, sich auf diese neuen Erfahrungen einzulassen und bewusst auch Hemmschwellen zu überschreiten. Menschen wachsen an Herausforderungen – das gilt auch im Blick auf das soziale Praktikum.

Noch konkreter: Die primäre Erfahrung Helfen zu können und zu begreifen wie notwendig es ist, Hilfe zu geben (Diese Erfahrung macht auch unangenehme Arbeiten z.B. im AH ertragbar und ausübbar).

  • Teamarbeit

  • Geduld, Toleranz

  • die Offenheit und Unvoreingenommenheit der Kinder und der Behinderten

  • Stress muss ausgehalten werden und man muss sich auf eine neue Umgebung einstellen

  • Ängste, Ekelgefühle und Vorurteile können überwunden werden

  • Konfliktschlichtung/ Krisenbewältigung

  • Dankbarkeit für die eigene Gesundheit und Zukunftsorientierung

  • Eine verbesserte Beobachtungsgabe

  • Das Kennenlernen der Vielfalt geistiger und körperl. Behinderungen

  • Einblick in die Faktoren, die kindliche Entwicklung beeinflussen, darunter auch der Einfluss der Elternhäuser

 
Suchen
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü