Toller Erfolg für unseren Pädagogik – LK der Q1

Am 20. Februar hat die Universität Bielefeld zur 3. Pädagogik-Olympiade eingeladen. Unter dem Motto „Wie wollen wir lernen?“ konnten Schüler und Schülerinnen entweder als Einzelperson oder in Teams/ Schulklassen Ideen zu dieser Frage einreichen. Die Beiträge konnten in jeglichem Format eingereicht werden und wurden von einer Jury, bestehend aus namenhaften Wissenschaftlern (Prof. Klaus Hurrelmann, Prof. Ullrich Bauer, Prof. Wilhelm Heitymeier, Prof. Grudrun Quenzel) und ausgewählten Vertretern und Vertreterinnen aus Schule und pädagogischer Praxis bewertet.

In diesem Jahr gingen bei der Jury über 130 Beiträge ein und am Tag der Olympiade war das Interesse so groß, dass die Veranstalter auf das Audimax ausweichen mussten, um die knapp 1100 Schüler und Schülerinnen unterbringen zu können. Am „Olympiadentag“ selbst hatten die Besu-cher und Besucherinnen nicht nur Gelegenheit, die Beiträge zu sichten, sondern sie konnten auch aus nächster Nähe mit den Menschen ins Gespräch kommen, von denen sie sonst die Texte im Unterricht erarbeiten müssen und hatten so die Möglichkeit, ihre Fragen in einer offenen Diskus-sionsrunde an die Professoren und Professorinnen zu stellen. „Das ist schon cool, wenn Dich Hur-relmann fragt, was Du dazu denkst und Deine Antwort auch wirklich hören möchte“, so die Schüler und Schülerinnen nach der Diskussion.

Schwerpunkte dieses Teils der Olympiade waren die zentralen Fragen zeitgemäßer Lernkulturen: Wie kann Lernen in einer krisenhaften Gesellschaft gelingen? Welche Rolle spielen Selbstwirksamkeit, demokratische Teilhabe und Verantwortung? Wie muss Schule gestaltet sein, um jungen Menschen Orientierung und Handlungskompetenz zu vermitteln?

Impulse gaben unter anderem Margret Rasfeld und Jamila Tressel („Schule im Aufbruch“) mit Perspektiven für eine neue Lernkultur jenseits traditioneller Unterrichtslogiken. Gudrun Quenzel be-leuchtete Lernen als demokratische Praxis und Ort politischer Bildung und Klaus Hurrelmann ordnete abschließend Schule als Raum der „produktiven Realitätsverarbeitung“ in Zeiten multipler Krisen ein.

Am Nachmittag hatten die Organisatoren dann ein wenig Oscarflair in das Audimax gebracht. Man hatte als Preisträger zuvor lediglich Bescheid bekommen, dass man einen der ersten drei Plätze belegt habe, die letztliche Platzierung wurde aber erst am Tag selbst bekannt gegeben. Entsprechend einer Oscarverleihung wurden die nominierten Beiträge in einem Film eingespielt und dann der Reihe nach gewürdigt.

Unser Pädagogik – LK des Kapu hat die Jury mit einem Video des Projektes der Stromwerkstatt überzeugt, das die Pädagogik- und Physikkurse der Jahrgangsstufe EF mit Grundschülern und Grundschülerinnen nun schon seit gut zehn Jahren durchführen. Die Grundidee des Projektes ist die Frage, wie jüngere Kinder gut abstrakte Dinge lernen können. Da Strom doch recht abstrakt ist, wurde mit Hilfe verschiedener Tüftelaufgaben, großer und kleiner Versuche sowie spannender Experimente dieses abstrakte Phänomen altersgerecht didaktisiert, um es dann in gemischten Gruppen von Grundschulkindern und älteren Schülern und Schülerinnen des Kapu durchzugehen und gemeinsam zu erarbeiten. Diese Grundidee überzeugte auch die Jury, denn es sei deutlich geworden, dass auf clevere Art und Weise nicht nur Fachwissen und Methodik miteinander ver-woben werden, sondern dass das Projekt für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler ein hohes Potential an sozial-emotionalem Lernen bietet. Es bietet auch ein beachtliches Maß an echter Wertschätzung und demokratischem Lernen und macht deutlich, dass Lernen für alle Beteiligten einfach auch Spaß machen kann!

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!